Die erste Notiz über eine Siedlung an diesem Ort stammt aus dem Jahre 1583. Im Jahre 1638 verlieh Władysław IV. der Stadt das Siedlungsrecht. Der Gründer von Bojanowo, im Raum des Dorfes Gołaszyn (auf dem Boden des Dorfes Gołaszyn), war der Truchsess Stefan Bojanowski.

Im 30-jährigen Krieg siedelten sich Protestanten aus Schlesien in Bojanowo an.

Im 17. Jahrhundert bildete Bojanowo ein dynamisches Zentrum protestantischen Denkens und das dort eröffnete lutherische Gymnasium war in der ganzen Rzeczpospolita bekannt.

In den Jahren 1647 und 1651 wurden in Bojanowo evangelische Synode abgehalten.

Im Jahre 1633 bekam Bogusław Bojanowski von König Johann Kasimir (Jan Kazimierz) ein Privileg für den Aufbau einer zweiten Stadt, die Bogusławowo genannt wurde. Viele  tschechische Flüchtlinge siedelten sich in der Stadt an.

Bojanowo war ein wichtiges Handwerkszentrum. Die hier hergestellten Tücher wurden nach Litauen, Russland und in die Ukraine verkauft und gelangten von dort aus weiter nach Osten. Noch Ende des 18. Jahrhunderts verzeichnete man in den beiden Städten über mehr als 200 Leineweber.

Als sich Bojanowo in den Grenzen Preußens wiederfand, wurden im Jahr 1793 Bojanowo und Bogusławowo zu einer gemeinsamen Stadt vereint. Aus dieser Zeit ist noch die alte Stadtordnung mit zwei Märkten erhalten geblieben.

Im Jahr 1856 erhielt Bojanowo eine Bahnanbindung nach Wrocław (Breslau) und Poznań (Posen).

Im Jahr 1857 zerstörte ein Brand die gesamte Stadt. 440 Gebäude brannten ab, darunter alle öffentliche Einrichtungen. Der Wiederaufbau verlief nach einem Plan, der vor dem Brand erstellt worden war.

Im Jahre 1880 wurde in Bojanowo eine Kaserne für Kürassiere gebaut. Während des Zweiten Weltkrieges befanden sich ein Straflager und ein Gefängnis in den Kasernen, in denen sich dauerhaft über 400 Menschen aufhielten.

Im Jahre 1881 erbaute Franz Junke eine Brauerei, die bis 2006 in Betrieb war.

Im Jahre 1907 wurde in Bojanowo die deutsche Landoberschule gegründet, die ab 1922 von der polnischen Verwaltung geführt wurde (heute Schulungszentrum für Landwirtschaft).

Am 17.01.1920 kehrte die Stadt in die Grenzen Polens zurück. [[Quelle:|Zgodzński, B.: Województwo leszczyńskie, Warszawa (Warschau), 1981, S. 51-52, 130-132. ]].

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