Dzierzgoń befindet sich ca. 25 Kilometer östlich von Kwidzyn (Marienwerder) und besitz seit 1254 die Stadtrechte. Die Anfänge der jüdischen Gemeinde von Dzierzgoń gehen auf das 17. Jahrhundert zurück. Die größte Blütezeit erreichte die damalige Gemeinde viel später, an der Wende der 50er und 60er Jahre des 19. Jahrhunderts, als ca. 300 Juden diese Stadt bewohnten. Das Schicksal der örtlichen Juden sah ähnlich aus, wie das der Juden in anderen preußischen Städten, und schon Anfang der 30er Jahre des 20. Jahrhunderts verblieben in Dzierzgoń nur noch 60 Personen mit jüdischer Herkunft. Wachsende finanzielle Probleme, die durch den Boykott der jüdischen Geschäfte verursacht wurden, trugen dazu bei, dass sämtliche Juden Dzierzgoń noch vor 1938 verließen.

Die jüdische Gemeinde in Dzierzgoń besaß  zwei Friedhöfe und eine Synagoge, die im Jahre 1838 gebaut wurde.

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