Die Schutzburg Glogau auf der Dominsel bestand schon im 9. Jahrhundert. Sie war ein an Polen angeschlossenes Zentrum des Stammes der Dziadoszanie. Im Jahr 1010 wurde die Burg von deutschen Truppen zerstört. 1017 wurde die Burg von Deutschen belagert – der bekannteste Kampf ist jedoch die frühere Verteidigung der Burg im Jahr 1109. Die Burg wurde 1157 von Deutschen erobert und abgebrannt. 1251 wurde Głogów (Glogau) die Hauptstadt des Glogauer Königreichs. Im Jahr 1253 erhielt die Burg die Stadtrechte nach Magdeburger Recht. Seit dem Jahr 1331 wurde sie zusammen mit Schlesien zu tschechischem Lehen. Ende des 16. Jahrhundert wurde Głogów (Glogau) zu einem wichtigen Zentrum des Protestantismus. Mitte des 17. Jahrhunderts wurde die Stadt in eine Festung verwandelt, was die Wirtschaftsentwicklung verlangsamte. Die Festung wurde von feindlichen Truppen mehrmals erobert. Seit 1740 befand sich Głogów (Glogau) im Besitz Preußens. 1902 wurde die Fortifikation der Festung niedergerissen. Unter deutscher Herrschaft wurde die Stadt Glogau genannt.

Während des Zweiten Weltkrieges, Ende 1944, verwandelten die Deutschen Głogów (Glogau) in eine Festung. Anfang 1945 fanden schwere Kämpfe um diese Stadt statt, in denen 90 % der städtischen Bebauung zerstört wurde.

Übersetzung: Magda Marusińska

Print