In Kielce dauern die Arbeiten an der Umsetzung des ehemaligen Gebetshauses von Hersz Zagajski an. Dank der Stiftung Nowa Przestrzeń Sztuki fand das Objekt einen neuen Platz am jüdischen Friedhof.

Das Gebetshaus wurde im Jahre 1922 im Hof des mächtigen Mietshauses des Unternehmers Hersz Zagajski errichtet. Es ist ein bescheidenes Gebäude mit einem Satteldach. Allerdings ist es das einzige erhaltene Gebetshaus in Kielce. An seinen Wänden haben sich Relikte der Polychromie erhalten.

Seit einigen Jahren gab es bereits eine Diskussion darüber, wie dieses Gebäude für die Zukunft gesichert werden könnte. In der Zwischenzeit haben sich die Erben des Mietshauses gefunden und dieses an die Firma Dorbud verkauft. Der Investor zeigte kein Interesse, das Gebäude auf seinem Grundstück aufrechtzuerhalten. In dem Augenblick fiel die Idee der Umsetzung des Gebäudes an einen anderen Ort.

An der Angelegenheit hat sich u. a. die Jan-Karski-Stiftung beteiligt.

– Für die Stiftung Nowa Przestrzeń Sztuki haben wir ein Konzept zur Umsetzung des Gebetshauses ausgearbeitet – sagt Bogdan Białek von der Jan-Karski-Stiftung.

Letztendlich hat sich die Stiftung Nowa Przestrzeń Sztuki der Aufgabe angenommen. Das ursprüngliche Gebäude wurde abgerissen und am jüdischen Friedhof wieder aufgebaut. Gerade wurden die Umsetzungsarbeiten an den Polychromien beendet. Der Konservator Grzegorz Wiatr kümmert sich darum.

- Einige Polychromien waren in einem sehr schlechten Zustand. Eines der Sternzeichen, der Löwe, ist praktisch auseinander gefallen – informierte Grzegorz Wiatr.

Das Ende der Konservierungsarbeiten ist für Februar 2016 vorgesehen. Im Moment ist noch unbekannt, wann das Gebäude für Besucher zugänglich sein wird.

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