Der alte jüdische Friedhof befand sich zwischen den Straßen: Bazarowa, Zachodnia, Limanowski und Rybna. Es war der älteste jüdische Friedhof in Łódź (Lodsch). Er entstand im Jahre 1811 auf einem von Adam Lipiński und seiner Frau Magdalena gekauften Grundstück. Der Friedhof umfasste ein Gelände von 1820 Quadratellen. Das Gelände wurde umzäunt. Der Friedhof diente der Gemeinde über 80 Jahre. Es ist schwer heute die Zahl der hier Bestatteten zu nennen. Die Dokumentation des Friedhofs wurde am Anfang des 1. Weltkrieges vernichtet. Nach dem, was Filip Friedman festgelegt hat, von 1819 bis 1892 wurden hier 4808 erwachsene und 8347 Kinder begraben. Der Friedhof wurde im Jahre 1892 geschlossen, doch die Begräbnisse fanden noch statt im Jahre 1893 und 1894. Es waren Personen die vorher ihre Grabstätte gekauft haben. Das letzte Begräbnis fand im Jahre 1922 statt. Efraim Lande wurde damals im Ohel seines Vaters, Szmche Binema, begraben. Der Friedhof wurde während des 2. Weltkriegs zersört. Die Deutschen haben die Grabplatten ausgegraben und die Straßen damit gepflastert. Das eiserne Friedhofstor wurde auf einen neuen Friedhof in der Bracka-Str. verlegt. Die entgültige Auflösung des Friedhofes ereinigte sich im Jahre 1949, als ein Teil des Friedhofes für die neu gebaute Zachodnia-Str. bestimmt wurde. Das übrige Gelände war von der Stadtverwaltung für ein Baugelände geplannt. Man baute dort Wohnhäuser.

Während des Baus des Gleisbettes auf der Straßenkreuzung von Limanowski-Str. und Zachodnia-Str im Jahre 2007 wurden menschliche Knochen gefunden. Der Bericht von den Arbeiten ist auf der Internetseite erhältlich.

Auf dem alten jüdischen Friedhof waren u.a. folgende Personen begraben:
Abbe, Dawid Wolf (er stammt aus Zduńska Wola, ein Webermeister, er erfand eine neue Art der Herstellung von Garn), Baruch, Mojżesz (ein langjähriges Mitglied des Vorstands der Großen Synagoge, ein Industrieller aus Pabianice), Beharier, Mojżesz Jehoszua (sein Vater Natan Nuta war Rabbiner in Lutomiersk), Berger, Lejzer (er handelte mit Garn und Wollprodukten, er gehörte zum Baukomittee der neuen Synagoge, wofür er viel Geld spendete), Berger, Mordechaj, Berman, Jerachmiel (Er war ein Chassid aus Kock. Es gab eine Legende Über ihn, die besagte, dass er die Napoleon-Armee durch die Lodscher Wälder bis zu Brzeziny durchgeführt hat. Für dieses Verdienst bekam er einen Dankesbrief.), Bława,t Szloma Icchak (ein Chassid des Zaddik aus Mszczonów), Boem, Jakób (Er war der erste Jude in Łódź (Lodsch), der die Erlaubniss bekam in der Średnia-Str. zu wohnen, die nicht im Bereich des jüdischen Reviers war. Er war Mitglied der Haskalah.), Bronowski, Abram, Bronowski, Lewek, Brustowski, Jakób (ein bekannter und ausgezeichneter Sofer (Schriftsteller) von Pentateuchrollen, Tefillin und Mesusot. Er war ein Chassid des Zaddik aus Przysucha.), Brzeziński Joel, Dembiński Dawid, Eizenschmid Moszek (Er hat zur Entwicklung des Bortehandwerks beigetragen.), Fajtlowicz Mojżesz (wohnhaft in Piotrków (Petrikau). Er war einer der Gründer des Chewr-Kadisz-Friedhof im Jahre 1811), Fajtlowicz Elchana (der Enkel von Mojżesz Fajtlowicz. Mehrmals war er der Älteste der Bestattungsgesellschaft.), Frenkiel Jakób, Goldberg Henoch (stammte aus Warschau. Er handelte mit Garn und Wollprodukten. Er war Mitglied des Rates der Achtzehn des Chewr Kadisz.), Goldrath Manes, Grosman Jakób, Guterman Joel, Gutsztadt Jankiel, Halpern Gedalie, Hamburski Mojżesz, Heber Becalel Jehuda, Horończyk Abraham Jakób, Kaczka Jakób (Geboren in Piotrków (Petrikau). Er gründete den Cheder in Łódź (Lodsch). Er war Heiratsvermittler), Kochański Szymon, Kochański Wiktor, Kromholtz Icek, Lajzerowicz Abraham, Lajzerowicz Daniel, Landau Abe, Landau Józef, Lewkowicz Abram, Lipski Hersz, Lipski Lejbuś, Lipszyc Mojżesz, Litman Szmul, Łaski Marcin, Mantinband Markus, Marokko Aszer Lemel (in Stryków absolvierte er die Jeschiwa, und bekam die Rabbinerlizenz. Im Jahre 1842 wurde er zum Unterrabbiner und religiöser Richter in Łódź (Lodsch). Er übte das Amt 45 Jahre lang aus.), Meir Beln Jakób, Naumberg Chaskiel, Orbach Menachem Mendel, Ordynans Hersz, Perelmuter Lejzer, Pilgrym Mojsze Wolf, Poznański Kalman, Prussak Abraham Mojżesz, Prussak Abraham, Rokicki Cwi Hersz, Rozenblat Dawid, Silberstein Joachim, Sonenberg Jakób Wołek, Sonenberg Pinkus, Szefner Abram, Tugenhold Samuel, Urbach Michał, Wagowski Jakób, Wajnberg Baruch Ber, Wiązowski Jakób Kopel, Witelsohn Dawid, Zajdler Pinkus, Zalcman Samuel Jecheskiel, Żołnierski Szlama.[1.1]

 

Übersetzung: Witold Milczarek

Print
Fußnoten
  • [1.1] Kersz, Izaak: Szkice z dziejów Gminy Żydowskiej oraz cmentarza w Łodzi. Łódź, 1999. S. 30-40.