Im Mai 1962 wandte sich die jüdische Glaubensgemeinde in Szczecin an die Stadtverwaltung, um sie um ein umzäuntes Grundstück mit einem separaten Eingang für den Bau eines neuen Friedhofs zu bitten. Die Stadtverwaltung verweigerte ihnen jedoch diese Erlaubnis. In Folge dieser Entscheidung wurden Verstorbene aus der Jüdischen Gemeinde fortan in einem gesonderten Teil des Hauptfriedhofs in der Ku Słońcu-Straße begraben - im zweiten Bezirk mit einer Fläche von 0,25 ha, die links vom dritten Eingang liegt. Pforte 5, Lipowa-Allee, Bezirk 62 (zweiter Bezirk links von der Pforte Nr. 5). Plan des Friedhofs:http://cmentarze.szczecin.pl/chapter_11975.asp?smode=3&p1oid=4BEA0F7191C64F1890ACD0FB3BAAE5D5&p2oid=6FC837E76C4C4135A8FF438DC44161C0


Zurzeit befinden sich dort etwa 200 Grabsteine, die aus Marmor, Granit, Sandstein und anderen Natursteine angefertigt sind, manche von ihnen sind mit kleinen Metallzäunen umgeben. Auf ihnen wurden Inschriften auf Hebräisch, Jiddisch, Polnisch und Deutsch verfasst. Das älteste Grabmal kann auf das Jahr 1962 datiert werden.


Der Friedhof ist eine Begräbnisstätte vieler verdienter Bürger der Stadt Szczecin und der lokalen jüdischen Gemeinde. Hier ruhen unter anderem:

- Dawid Borensztejn – Aktivist der Arbeiterbewegung und des Gesellschaftlich-Kulturellen Vereins der Juden,

- Efraim Borysznik – Ingenieur, Architekt des Atomkraftwerks Szczecin,

- Szloma Brzoza - Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde in Szczecin, langjähriges aktives Mitglied des Gesellschaftlich-Kulturellen Vereins der Juden,

- Michał Buchwajc – Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde in Szczecin,

- Irena Dołgow-Ciring – Pädagogin, Musikerin, sie trat u.a. in der Mieczyslaw-Karlowicz-Philharmonie in Szczecin auf,

- Mieczysław Eierweiss – langjähriger Direktor des Hafens von Szczecin,

- Marek Eisner – bekannter Arzt aus Szczecin,

- Paweł Greenspan -  Veteran aus dem Zweiten Weltkrieg, Musiker und Komponist,

- Edward Hausknecht – hervorragender Rechtsanwalt, Dekan der Stettiner Rechtsanwaltskammer,

- Marek Hopfinger – Fußballer, Spieler des Jüdischen Sportklubs,

- Mieczysław Kałuszyner – bekannter Fotograf aus Szczecin,

- Chaja Klein – bekannte Gönnerin des Gesellschaftlich-Kulturellen Vereins der Juden in Szczecin,

- Liba Koper – Pädagogin, Lehrerin in der Icchak-Lejb-Perec-Grundschule,

- Łuwisz Kopiejka – langjähriger Vorsitzende der Kongregation Mosaischen Glaubens in Szczecin,

- Adam Kornreich – bekannter Journalist aus Szczecin,

- Augusta Kornreich – Pädagogin,

- Szejna Lew – Pedagogin, langjährige Direktorin der Icchak-Lejb-Perec-Grundschule,

- Józef Majerowicz – verdientes Mitglied des Gesellschaftlich-Kulturellen Vereins der Juden,

- Salomon Nadler – Veteran aus dem Zweiten Weltkrieg,

- Wolf Rajz – Arzt,

- Mieczysław Rosenberg – langjähriger Kaufmännischer Direktor der Werft in Szczecin,

- Salomon Stamler – Zahnarzt, Begründer und Vorsitzender der Klinik Medicus in Szczecin,

- Lesław Swater – Professor, Hochschullehrer an der Stettiner Universität,

- Szmul Szuster - Vorsitzender der Kongregation Mosaischen Glaubens in Szczecin,

- Salomea Weich – Ärztin.


Der Friedhof wurde in das Register des Woiwodschaftskonservators für Denkmäler in Szczecin eingetragen, er ist in einem guten Zustand und bis heute werden hier Menschen beerdigt. [[Quelle:|http://www.jewishgen.org/cemetery/e-europe/pol-sr.html, [Stand: 28.09.2008].]].

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