Edward Rajber (1910 -1984) – polnischer Aktivist der jüdischen Gemeinde, in den Jahren 1968- 1984 Vorsitzender des Sozial- Kulturellen Vereins der Juden in Polen.
Rajber wurde in einer armen Familie in Rzeszów geboren. Er nahm am Septemberfeldzug teil. Zunächst floh er im November 1939 in die Sowjetunion. Dort arbeitete er in einem Kohlebergwerk. Er setzte sich beim Bund der polnischen Patrioten für die Juden ein. Im Jahre 1946 kam er als Repatriierter nach Polen und ließ sich in Dzierżoniów (Reichenbach im Eulengebirge) nieder. Dort arbeitete er in einer Textilfirma und organisierte Kurse für Juden, die somit einen Beruf erlernen konnten.
Im Jahre 1962 wurde er Generalsekretär des Sozial- Kulturellen Vereins der Juden in Polen und noch im selben Jahr zog er nach Warszawa (Warschau) um. Er beschäftigte sich mit den Problemen der jüdischen Kinder und Jugendlichen. Er organisierte für sie verschiedene Feriencamps. Nach der antisemitischen Kampagne im Jahre 1968 wurde er zum Vorsitzenden des Vereins gewählt. Diese Funktion füllte er bis zu seinem Tode aus
