emigracja z ZSRR do Izraela

In jüdischen Milieus, besonders in den Vereinigten Staaten und Israel, strebten viele jahrelang danach, dass Juden, die in der Sowjetunion wohnten, das Recht auf Emigration nach Israel bekommen. Die sowjetischen Staatsbehörden erlaubten nur vereinzelten Personen die Auswanderung. Erst im Jahre 1989 öffnete der Generalsekretär der Kommunistischen Partei der Sowjetunion, Michail Gorbatschow, die Grenzen für jüdische Emigranten. In Israel verzeichnete man einen rapiden Anstieg an Emigranten aus der ehemaligen Sowjetunion: im Jahre 1990 kamen 189,7 Tausend Emigranten nach Israel und in den Jahren 1989-1995 insgesamt 557,4 Tausend. Laut des israelischen Einwanderungsministeriums waren 17% von ihnen keine Juden. Die in den meisten Fällen geringe Beziehung zur jüdischen Kultur und Religion war ein ernstes Problem der Einwanderungswelle. Viele Immigranten waren völlig verweltlicht und oft Nachkommen aus Mischehen. Unter ihnen gab es auch Menschen, die um jeden Preis die Sowjetunion verlassen wollten, ohne aber eine jüdische Identität zu besitzen. Zudem war auch die Unkenntnis der Hebräischen Sprache unter den Einwanderern weit verbreitet, da deren Unterricht in der UdSSR verboten war. Unter den Immigranten gab es viele Vertreter der Bildungsschicht: Wissenschaftler, Musiker, Ärzte – Menschen, deren Fähigkeiten ohne Sprachkenntnisse keinen Wert hatten. Für die Immigranten sorgte die Jewish Agency, die Hebräischsprachkurse organisierte sowie Wohnungen und Beihilfen sicherte. Im Jahre 1996 gründete Natan Szaranski die Partei Israel be-Alija (Israel für Emigration), welche die Interessen der russischen Juden repräsentierte.

Der Eintrag entstand im Rahmen des Projekts Zapisywanie świata żydowskiego w Polsce [Aufzeichnung der jüdischen Welt in Polen]. Autorin des Projektes ist Anka Grupińska, bekannte polnische Journalistin und Schriftstellerin, die sich in der Neuesten Geschichte der Polnischen Juden spezialisiert. Dieses Projekt, das 2006 vom Museum für die Geschichte der Polnischen Juden initiiert wurde, beruht auf der Aufzeichnung von Gesprächen mit polnischen Juden aller Generationen.

Die Übersetzung dieses Textes wurde ermöglicht dank der freundlichen Unterstützung der:

Konrad Adenauer Stiftung Polska

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