Zwei Filialen des deutsches nationalsozialistisches Konzentrationslagers Groß-Rosen waren während des Zweiten Weltkriegs in Bolesławiec (Bunzlau) in Betrieb – das AL Bunzlau I und das AL Bunzlau II. Laut Alfred Konieczny entstand die Filiale AL Bunzlau I im Mai 1944, und das AL Bunzlau II im Oktober 1944 [1.1]. Beide waren ausschließlich für Männer bestimmt.

Das AL Bunzlau I wurde auf der Grundlage des früher bestehenden Zwangsarbeitslagers für Juden errichtet. Am 1.05.1944 wurde es als eines der ersten Lager in Niederschlesien in ein Konzentrationslager umgewandelt. Die Gefangenen wurden für die Arbeit in der Holzindustrie ausgebeutet - in den Hubert-Land-Werken waren sie an der Produktion hölzerner Baracken und erster Skizzen von Flugzeugen beteiligt. Die Auflösung des Lagers fand vom 10. auf den 11.2.1945 statt. Eine Gefangenenkolonne, die sich aus 541 Personen zusammensetzte, kam nach einigen Wochen Marsch in das Konzentrationslager Mittelbau-Dora, wo man die Annahme derGefangenen verweigerte. Dann fasste man den Beschluss eine weitere Evakuierung durchzuführen - die Gefangenen wurden in offene Wagen geladen und auf den weiten Weg nach Bergen-Belsen geschickt.

Es ist nicht bekannt, wie viele Gefangenen aus der Außenstelle von Groß-Rosen in Bolesławiec lebendig in Bergen-Belsen ankamen und wie viele die Befreiung des Lagers durch die englische Armee am 15.4.1945 erlebten. In dem Bunzlauer Lager verblieben etwa 120 Gefangene, die nicht marschieren konnten. Sie erlebten die Befreiung des Lagers durch die sowjetische Armee.[1.2]

Die Arbet des Lagers Bunzlau II war mit der Luftfahrtindustrie verbunden, und die Gefangenen waren bei der Montage der militärischen Flugzeuge "Wieseler Flug" befasst, die in den Fabrikgebäuden der Firma "Spinnerei und Weberei - Concordia" stattfand. Die Auflösung des Lagers begann am 11.02.1945. Der Zielort war Nordhausen, wo die Gefangenenkolonne erst am 15.03.1945 eintraf. Aus der Filiale Bolesławiec kamen dort nur 440 Personen an.[1.3].

Literaturverzeichnis

  • Filie obozu Gross-Rosen, [in:] Muzeum Gross-Rosen w Rogoźnicy [online], http://www.gross-rosen.eu/historia-kl-gross-rosen/filie-obozu-gross-rosen/ [Zugang: 12.06.2020].
  • Konieczny A., AL Bunzlau I i AL Bunzlau II – filie KL Gross-Rosen w Bolesławcu, Wałbrzych 2004.
  • Konieczny A., KL Gross-Rosen – hitlerowski obóz koncentracyjny na Dolnym Śląsku 1940–1945, Wałbrzych 2006.
  • Olszyna R., Aslau i Bunzlau, [in:] KL Gross-Rosen. Wybór artykułów, Wałbrzych 2005.
  • Olszyna R., KL Bunzlau I, [in:] KL Gross-Rosen. Wybór artykułów, Wałbrzych 2005.

 

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Fußnoten
  • [1.1] Konieczny A.: KL Gross-Rosen – hitlerowski obóz koncentracyjny na Dolnym Śląsku 1940-1945, Wałbrzych (Waldenburg), 2006, S. 34-35.
  • [1.2] Olszyna, R.: KL Bunzlau I, [in:] KL Gross-Rosen. Artikelauswahl, Wałbrzych, 2005, S. 135-136.
  • [1.3] Olszyna, R.: KL Bunzlau I, [in:] KL Gross-Rosen. Artikelauswahl, Wałbrzych, 2005, S. 23.