Am 17. September 1939, als polnische Soldaten noch mit der Wehrmacht kämpften, marschierten sowjetischen Truppen in Polen ein, was eine vernichtende Niederlage des Verteidigungskrieges bedeutete. Die polnische Regierung, der Präsident und der Oberbefehlshaber der Armee trafen daher die Entscheidung, die polnische Regierung nach Rumänien zu evakuieren, mit der Absicht, von dort später nach Frankreich zu gelangen. Der rumänische Botschafter sicherte der Regierung das Durchfahrtsrecht zu.
Am 18. September gelangten die obersten Behörden Polens über die Grenze bei Zaleszczyki nach Czerniowce. Von dort aus richtete Präsident Ignacy Mościcki eine Ansprache an das polnische Volk, in der er die Verlegung des Sitzes der staatlichen Behörden in ein alliiertes Land bekannt gab. Diese Ansprache stellte eine Verletzung des Haager Abkommens dar und gab den rumänischen Behörden den Vorwand, die polnische Regierung zu internieren, worauf die Deutschen drängten.
Noch am selben Tage wurden die Mitglieder polnischer Behörden an mehreren Orten innerhalb Rumäniens gesondert interniert. Die polnische Verfassung von 1935 gab dem Präsidenten das Recht, seinen Nachfolger im Falle des Krieges zu benennen. Ignacy Mościcki benannte Władysław Raczkiewicz zum Präsidenten, dem es gelungen war, nach Frankreich zu gelangen. Der neue Präsident berief General Władysław Sikorski zum Ministerpräsidenten der polnischen Exilregierung in Paris.
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