Tykocin war eines der wichtigsten Zentren des Judentums in der Königlichen Republik. Die hiesige Gemeinde wurde im 17. und 18. Jahrhundert als „erste nach der Krakauer in der Krone“ bezeichnet[1.1].


Die ersten Juden erschienen in Tykocin bereits im Jahre 1522, als die Stadt sich noch unter litauischer Herrschaft als Erbeigentum der Familie Gasztołd befand[1.2].  Sie siedelten sich in der ältesten Stadt Podlachiens auf Grundlage des von Olbracht Gasztołd, des litauischen Großkanzlers und späterem Woiwoden von Wilna und Troki, erlassenen Privilegs nieder. Zehn aus Grodno stammende Juden besiedelten damals die Ortschaft Kaczorowo, die sich westlich des heutigen Marktplatzes hinter der Brücke über die Mołtawa befand. Wojciech Roszkowski zufolge hatten sie das Recht Kramläden zu bauen und mit „allem, je nach Wunsch“ zu handeln[1.3]. Gasztołd verlieh den Juden zu der Zeit den Platz auf der Insel auf dem See (aufgrund der Verteidigungsmöglichkeiten), wo sie ihre Synagoge sowie auf einer Anhöhe ihren Friedhof errichten konnten.


Im Dokument für die jüdischen Siedler übergab Gasztołd den Juden die Flussinsel, auf der sie ihre Synagoge errichten konnten. (...) Womöglich war die Synagoge anfangs von Wasser umgeben, was die spindelförmige Straßenanordnung, die das Zentrum von Kaczorów umging, bestätigen würde. Ein Nachlass der vorherigen Synagogen, die mitunter für die Verteidigung von Bedeutung waren, ist der Turm der späteren, gemauerten Synagoge[1.4].


Der erste Rabbiner der neuen Gemeinschaft war Dawid, der in den Privilegien als doktór, als „der Gelehrte“ bezeichnet wird[1.5].


Die jüdische Gemeinschaft in Tykocin unterlag nach weiteren Privilegien, die von Gasztołd im Jahre 1536 erlassen wurden, einzig der Rechtssprechung des Stadtherren, nicht aber der Jurisdiktion der städtischen Amtsgerichte. Diese Privilegien wurden 1576 von König Stephan Báthory bestätigt, der den Juden aus Tykocin zusätzlich noch die Erlaubnis erteilte, in allen Städten und Dörfern sowie allen privaten Zentren des Königreichs, die Geistlichen oder Adeligen gehörten, ohne Einschränkungen zu handeln[1.6].


Die vorteilhafte Lage der Stadt, bei der sich Handelswege kreuzten, sowie die Bedeutung des Flusses Narew als Kommunikationsweg, der die Gebiete des Großen Herzogtums Litauen und der Rus mit Danzig und den Märkten im Westen verband, begünstigte die Entwicklung des Handels in der Stadt[1.7]. Die hiesigen Juden widmeten sich vor allem dem Handel mit Salz, Kräutergewürzen und Tüchern auf lokaler, landesweiter und internationaler Ebene. Ferner waren sie auch im Finanzwesen aktiv, ihr Viertel in Kaczorowo wurde aufgrund dessen zum Zentrum des Tauschhandels. Ewa Wroczyńska und Andrzej Lechowski führen Beispiele dieser Beschäftigung an:


Im Jahre 1537 kaufte ein Vertreter der Händler aus Mohylew Talg und brachte ihn nach Warschau. Ilja Mosiejewicz Doktorowicz schloss 1541 Verträge mit Kaufleuten aus Nürnberg ab. Aron Bosko hingegen handelte mit Vilnius, Kowno, Posen und Lublin. Schon damals beschäftigten sich Juden mit der in der Rzeczpospolita überaus ertragreichen Verpachtung von Zöllen und herzoglichen und königlichen Einnahmen[1.1.7].


Die Blütezeit für Tykocin kam nach dem Jahre 1542, als es in das königliche Vermögen als Erbeigentum von Sigismund II. August überging (Podlachien wurde zu dieser Zeit an die Krone angeschlossen). Sigismund II. August baute in der Stadt eine Verteidigungsmauer. In dieser Zeit lebten in der Stadt einige Dutzend jüdischer Familien (15% der Gesamtbevölkerung). Die Juden erweiterten etappenweise ihr Wohngebiet in Richtung der Stadtmitte. Die Gemeinde in Tykocin erlangte an Bedeutung und wurde zum Zentrum der Region (Galil Titkin), deren Einzugsgebiet ca. 100 km betrug. Die Gemeinden in Siematycze, Orla, Boćki, Zabłudów, Choroszcza und Gródek erkannten die Obrigkeit von Tykocin an[1.8]. Ferner entsendete die Gemeinde ihre Abgeordneten zum Sejm der Vier Länder, was zusätzlich ihren Rang bestätigte[1.1.8].


Die Stadt wurde als wichtiges Zentrum für Kultur und talmudische Lehre berühmt. In Tykocin lebten viele bekannte Rabbiner und Kenner der Thora (u. a. Mordechaj Titkiner, Szmuel Eliezer Eidels „Maharszal“, Aron Charif)[1.9]. Aus der Stadt stammte auch Rywka Tiktiner (Rebeka Tykocińska), die Tochter des Rabbiners Mordechaj Tiktiner, Gelehrte und jüdische Schriftstellerin, die sowohl auf Hebräisch als auch Jiddisch schrieb. Sie war die Autorin des neuartigen Werks u.d.T. Meneket Riwka, in dem sie sich mit der Rolle der jüdischen Frau und ihrem Platz in der Gesellschaft sowie mit der Erziehung der Kinder auseinandersetzte. Das Buch wurde erst nach dem Tod der Schriftstellerin im Jahre 1609 in Prag und 1618 in Krakau herausgegeben. In Westeuropa wurde sie hingegen dank Jan Konrad Luft aus Nürnberg bekannt, dem Autor der 1719 veröffentlichten De Rebecca Polona eruditorum in gente Judaica Foeminarum rariori exemplo. Erhalten ist bis heute auch ein Lied für das Fest Simchat Thora von Rebeka[1.10]. Rywka Titkiner war eine außerordentliche Persönlichkeit, da zu der Zeit in der aschkenasischen Kultur Frauen weder die Thora studierten noch sich mit Wissenschaft befassten.


Im Laufe des 17. Jahrhunderts wurden die Privilegien und Freiheiten der Juden aus Tykocin nacheinander von folgenden Herrschern bestätigt: Sigismund III. Wasa 1601, Władysław IV. Wasa 1633 und 1639 sowie Johann II. Kasimir Wasa im Jahre 1650[1.11]. Im Jahre 1642 wurde an der Stelle der alten, hölzernen Synagoge, die sich im Zentrum von Kaczorowo befand, eine neue, prächtige Synagoge im Barock-Stil erbaut, die wahrscheinlich auf der ebenfalls zur Verteidigung dienenden Synagoge aus Pińsk basierte. Die Synagoge steht bis heute an ihrem Platz (heute befindet sich dort das Judaistische Museum). Im 17. und 18. Jahrhundert war die Synagoge in Tykocin das zweitgrößte und zweitprächtigste jüdische Gotteshaus (nach Krakau) im Königreich. Im Jahre 1522 wurde der Friedhof gegründet, der gegenwärtig der größte erhaltene jüdische Friedhof in Polen ist[1.12].


Obwohl die Stadt während der schwedischen Invasion 1660 in großem Maße zerstört wurde (die gemauerte Synagoge blieb erhalten), konnte sich die Gemeinschaft schnell wieder aufbauen. Als im Jahre 1661 Tykocin zu einer privaten Stadt wurde - erst im Besitz des Hetmans Stefan Czarnecki, später der Familie Branicki - blieb die Gemeinde eine der reichsten Gemeinden in Podlachien und dem nord-östlichen Masowien[1.13]. Die Juden aus Tykocin betrieben Handel und Handwerk, aber auch Wucher und Pacht. In der Gemeinde waren auch jüdische Bruderschaften tätig, die ein Pendant der Zünfte waren, die christliche Handwerker vereinten. Eine besonders starke Position erlangte in Tykocin die Bruderschaft der Schneider, die über eine eigene Synagoge und ein Gericht verfügte. Wroczyńska und Lechowski schreiben:


Die dominierende Rolle dieser Gemeinde unter den jüdischen Zentren Podlachiens, eines Teils von Masowiens und Litauens ging mit der wirtschaftlichen Expansion in der Stadt und ihrer Umgebung einher. Jüdische Kaufleute übernahmen den kompletten lokalen und internationalen Handel. Sie unterhielten ständigen Kontakt zu den großen Handelszentren - Danzig, Königsberg und Breslau. Ferner verfügten sie über das größte Kapital in Podlachien. Importiert wurden unterschiedliche Waren: Tücher, unterschiedliche Stoffe, Kräuter und Kolonialwaren, Metall und chemische Erzeugnisse, Fische, Heringe, Wein und Wodka. Zu den reichsten kaufmännischen Familien gehörten in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts die Familien Gołd, Choroszuch, Siemiatycz, Suraski. Dieselben Familien hielten in ihren Händen den am meisten gewinnbringenden Wirtschaftszweig, den zu dieser Zeit die Pacht und Kredit- und Geldoperationen darstellten. Vertreter dieser Familien saßen zudem im Gemeinderat, was ihnen eine hohe Position in der Stadt sicherte[1.14].


Die jüdische Gemeinde in Tykocin erhielt von den Stadtherren ganze Wirtschaftszweige zur Verfügung: Produktion und Ausschank von Bier und Schnaps, das Fleischereihandwerk und den Handel mit Fleisch, das Gerberhandwerk sowie die Pacht der anliegenden Landgüter (ganze Dörfer) und Wirtshäuser[1.15].


Im 17. und 18. Jahrhundert waren in der Stadt viele Talmudisten aktiv, u. a. Menachem Dawid ben Icchak, Joszua ben Josef, Elijahu Szapira oder Szalom Eliezer Rokeach[1.16].


In der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts kam es unter den Juden in Tykocin zu zahlreichen Konflikten zwischen den polnischen und litauischen Juden. Infolgedessen kam es 1739 zu einer falschen Beschuldigung, die litauischen Juden hätten Christen unter Zwang zum Judaismus bekehren wollen. Nach einem langen Ermittlungsverfahren wurden die Beschuldigungen verworfen.


Ende des 18. Jahrhunderts stellten die Juden über die Hälfte der Einwohner der Stadt dar und ihre Bedeutung für die Gemeinschaft wuchs stetig. Nach den Teilungen Polens verlor Tykocin aufgrund der unvorteilhaften Politik der Teilungsmächte seine einstige Vormachtstellung zugunsten des sich schnell entwickelnden Białystoks. Die hiesige Gemeinde begann zu verfallen. Die Güter von Tykocin wurden unter den Teilungsmächten aufgeteilt. Ferner änderten sich die Handelsrouten. Unter der preußischen Herrschaft in den Jahren 1795-1807 wurden die Steuern beachtlich erhöht, ein Verbot über die Änderung des Gewerbes wurde verhängt und die Pflicht, Nachnamen zu verwenden, wurde verordnet. In der Zeit, als Tykocin an Russland fiel, wurde auch die religiöse Autonomie der Gemeinde sichtbar begrenzt.


Ein wichtiger Wirtschaftszweig für die jüdische Gemeinschaft unter russischer Herrschaft war der Holzhandel. Im Umbruch des 19. und 20. Jahrhunderts wurde in Tykocin ebenfalls Tallit produziert. In der Stadt ließ sich Lewi Lejb, bekannt als Tallitmacher, nieder, der eine Weberei eröffnete. Das Geheimnis der weltweit bekannten Tallitproduktion vertraute Lejb später einem der städtischen Weber, Icchak Cwi Świeszczykowski, an. Dieser wanderte kurze Zeit später aber in die USA aus, um seine Produktion der berühmten „Tallit aus Tykocin“ dorthin zu verlagern[1.17].


Infolge der rechtlichen Einschränkungen und der wirtschaftlichen Stagnation kam es zu einer massiven Erwerbsmigration der jüdischen Bevölkerung aus Tykocin, die sich hauptsächlich nach Nordamerika begab, um dort Arbeit zu suchen, was umso mehr zum Verfall der Stadt beitrug. Zu dieser Zeit entstanden Wohltätigkeitsvereine, u. a. die Vereinigung Somech Noflim, die Spenden für die ärmsten Einwohner sammelte. Weitere Vereine waren Linat ha-Cedek und Bikur Cholim[1.1.17].


Im Jahre 1886 wurde nach Bestrebungen der Bürger von Tykocin eine gemeinsame, christlich-jüdische Grundschule gegründet[1.18]. In den letzten Jahren des 19. Jahrhundert begann sich hingegen die zionistische Bewegung zu formen - es entstanden soziale, kulturelle und Jugendorganisationen (He-Chaluc, Ha-Szmoer ha-Cair). Im Jahre 1921 wanderten auch die ersten Pioniere gen Palästina aus. Es entstand sogar ein „Tykociner Viertel“ in einem der Stadteile von Tel-Awiw[1.19].


In der Zwischenkriegszeit konnte die Gemeinde von Tykocin ihren einstigen Glanz nicht mehr wiedererlangen. Zudem lag sie in den Jahren 1919-1920 auf der Marschroute der polnischen und sowjetischen Armeen. Die Mehrheit der hier lebenden Juden beschäftigte sich mit kleineren Transaktionen und Handwerksarbeiten, wenngleich in der Stadt einige jüdische Mühlen, ein Brauhaus, eine Produktionsstätte von Tallit sowie eine Fabrik für Pinsel und Bürste in Betrieb waren. In der jüdischen Gemeinde agierten viele Parteien und Organisationen mit politisch-gesellschaftlichem Charakter. Neben des orthodoxen Flügels, welcher sich in der Aguda vereinte, sowie den Befürwortern der Assimilation unter der Führung von Szlomo Rosenberg und Chaim Saul Pines, waren es die Zionisten, die das stärkste politische und soziokulturelle Milieu darstellten. In der Stadt gab es ab 1920 eine separate, staatliche allgemeinbildende Schule[1.20].


Kur vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs lebten in Tykocin ca. 2000 Juden (44% der Einwohnerzahl der Stadt). Die meisten von ihnen lebten immer noch in den Grenzen des sog. jüdischen Marktplatzes im westlichen Teil von Kaczorowo in der ul. Holendry sowie ul. Piłsudskiego. Die Institutionen der Gemeinde hingegen, wie das Haus des Rabbiners, die kleineren Gebetshäuser oder die Mikwe, befanden sich mehrheitlich am Fluss Mołtawa, an seiner Mündung in die Narew. Die schwierige wirtschaftliche Lage zu dieser Zeit war für die Erwerbsmigration in die USA sowie - im Zuge der immer beliebteren zionistischen Bewegung - nach Palästina förderlich[1.21].


Im September 1939 war Tykocin für kurze Zeit unter deutscher Besatzung. Sofort wurden Repressionen gegenüber der jüdischen Bevölkerung eingeführt: Raub des Vermögens sowie die Gefangennahme von drei polnischen und jüdischen Männern in der Kirche[1.22]. Während der sowjetischen Besatzung in den Jahren 1939-1941 nahm Tykocin jüdische Flüchtlinge aus den von den Deutschen besetzten Gebieten auf[1.1.20].


Nach erneutem Einmarsch der deutschen Truppen im Juni 1941 kam es zu Massenplünderungen des jüdischen Vermögens durch die polnischen Einwohner der Stadt und der umliegenden Dörfer[1.23]. Am 25. und 26. August 1941 fand eine Massenexekutionen jüdischer Bürger der Stadt statt, die von dem Sonderkommando SS Bezirk Białystok unter der Führung von Wolfgang Burker durchgeführt wurde. Allen Juden in der Stadt wurde befohlen, sich auf dem Marktplatz zu versammeln, von wo sie nach einer Selektion zu Fuß zur Ortschaft Zawada getrieben worden sind. Von hier aus wurden sie in den Wald in der Nähe von Łopuchowo transportiert und dort erschossen, wobei sie vor dem Tod die Leichen ihrer Vorgänger begraben mussten. Bei der Hinrichtung wurden ca. 1400 Personen ermordert (laut E. Wroczyński und A. Lechowski - 2500 Personen)[1.24]. Die verbliebenen 150 Juden wurden in das Ghetto in Białystok transportiert, von wo sie letztendlich in das Vernichtungslager Treblinka deportiert wurden[1.25]. Das Massaker überlebten nur wenige Juden, u. a. Eliezer Fryc, Lejbel Fryc, Menachem-Mendel Turek, Mosze Turek, Eliezer Olsztejn, Zyskin Olsztejn, Fiszel Zilbersztejn, Tauba Zilbersztejn, Mordechaj Brener, Szmul Feler, Becalel Wilga, Icchak Feler, Chaszka Ismach mit ihren beiden Kindern, Lejzer Choroszucha, Alter Kac sowie die, die aufgrund ihrer Deportation in die UdSSR überlebten: Abram Turek, seine Frau Sara, ihr Sohn Icchak und ihre Enkel Chana und Józef, die Frau und beide Kinder von Meir Tenenbojm (Friseur), Józef Łucki, Szmul Jachlachowicz (Sohn von Welwel, dem Fleischer), Gerszon Żelazo mit seiner Frau und seiner Tochter[1.26]. Die Namen aller ermordeten jüdischen Einwohner der Stadt wurden auf einer Gedenktafel auf der Westwand der Synagoge angebracht.


Das Massaker der Juden aus Tykocin beschrieb Abram Kapica, einer der Überlebenden:


Auf der einen Seite mussten sich die Frauen, die Alten und die Kinder aufstellen, auf der anderen Seite - die Männer, die noch weiter marschieren konnten. Sie wurden alle in einer Reihe zu viert formiert. Vorne gingen die höchsten: Chakiel di Hojcher, Jakub Choroszucha (Holzverkäufer) sowie sein Schwiegervater Mojsze Gar. Hinter ihm gingen die Klezmermusiker: der Schneider Daniel Dojcz, der auf der Trompete spielte, Szmelke Sokołowicz, der Trommler, sowie der Violinist Eli Kawka. Die Gestapo-Offiziere befahlen ihnen, das Stück Ha-Tikwa (Hoffnung) zu spielen. Danach befahlen sie, dass sie mit ihnen das deutsche Lied „Wenn jüdisches Blut fließt, gewinnen die Deutschen den Krieg“ singen.  Die Menschenschlange zog sich über Kilometer (...). Viele von ihnen fielen ohne Kraft weiterzugehen hin. So erschoss man Szmul Babecki, einen Greis, der stehenblieb. Zeitgleich endete die Verladung der Frauen auf die Lkws, die in Richtung des Dorfes Zawada losfuhren[1.27].


Obwohl nach dem Krieg einige der Juden nach Tykocin zurückkehrten, wurden sie zu Angriffsobjekten eines Teils der polnischen Bevölkerung, weswegen sie nach Palästina auswanderten[1.28].


Bibliographie:


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  • Węgrzynek H., Tykocin, [in:] Cała A., Węgrzynek H., Zalewska G., Historia i kultura Żydów polskich. Słownik, Warszawa 2000, S. 357–358.
  • Wroczyńska E., Lechowski A., Wielka synagoga w Tykocinie, Białystok 2004.

 


 


 


 

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Fußnoten
  • [1.1] Roszkowski W., Tykocin – miasteczko-bajeczka, Białystok 2003, S. 14.
  • [1.2] Wroczyńska E., Lechowski A., Wielka synagoga w Tykocinie, Białystok 2004, S. 5.
  • [1.3] [Roszkowski W., Tykocin – miasteczko-bajeczka, Białystok 2003, S. 78.
  • [1.4] Roszkowski W., Tykocin – miasteczko-bajeczka, Białystok 2003, S. 79.
  • [1.5] Wroczyńska E., Lechowski A., Wielka synagoga w Tykocinie, Białystok 2004, S. 5–6.
  • [1.6] Węgrzynek H., Tykocin, [in:] Cała A., Węgrzynek H., Zalewska G., Historia i kultura Żydów polskich.. Słownik, Warszawa 2000, S. 357; Kirshenboim S.L., Tykocin [in:] Encyclopaedia Judaica, Red. F. Skolnik, M. Berenbaum, Vol. 20, Detroit – New York – San Francisco – New Haven – Waterville – London 2007, S. 211.
  • [1.7] Wroczyńska E., Lechowski A., Wielka synagoga w Tykocinie, Białystok 2004, S. 6.
  • [1.1.7] Wroczyńska E., Lechowski A., Wielka synagoga w Tykocinie, Białystok 2004, S. 6.
  • [1.8] Wroczyńska E., Lechowski A., Wielka synagoga w Tykocinie, Białystok 2004, S. 7.
  • [1.1.8] Wroczyńska E., Lechowski A., Wielka synagoga w Tykocinie, Białystok 2004, S. 7.
  • [1.9] Wroczyńska E., Lechowski A., Wielka synagoga w Tykocinie, Białystok 2004, S. 7–8.
  • [1.10] Roszkowski W., Tykocin – miasteczko-bajeczka, Białystok 2003, S. 24.
  • [1.11] Chlebowski B., Tykocin, [in:] Słownik geograficzny Królestwa Polskiego i innych krajów słowiańskich, 1883, Bd. XII, S. 695 [online] https://dir.icm.edu.pl/pl/Slownik_geograficzny/Tom_XII/695 [Zugriff: 20.06.2014].
  • [1.12] Roszkowski W., Tykocin – miasteczko-bajeczka, Białystok 2003, S. 21.
  • [1.13] Węgrzynek H., Tykocin, [in:] Cała A., Węgrzynek H., Zalewska G., Historia i kultura Żydów polskich. Słownik, Warszawa 2000, S. 357–358.
  • [1.14] Wroczyńska E., Lechowski A., Wielka synagoga w Tykocinie, Białystok 2004, S. 8–9.
  • [1.15] Wroczyńska E., Lechowski A., Wielka synagoga w Tykocinie, Białystok 2004, S. 9.
  • [1.16] Węgrzynek H., Tykocin, [in:] Cała A., Węgrzynek H., Zalewska G., Historia i kultura Żydów polskich. Słownik, Warszawa 2000, S. 357–358; Kirshenboim S. L., Tykocin, [in:] Encyclopaedia Judaica, red. F. Skolnik, M. Berenbaum, Vol. 20, Detroit – New York – San Francisco – New Haven – Waterville – London 2007, S. 211.
  • [1.17] Wroczyńska E., Lechowski A., Wielka synagoga w Tykocinie, Białystok 2004, S. 11.
  • [1.1.17] Wroczyńska E., Lechowski A., Wielka synagoga w Tykocinie, Białystok 2004, S. 11.
  • [1.18] Wroczyńska E., Lechowski A., Wielka synagoga w Tykocinie, Białystok 2004, S. 11–12.
  • [1.19] Wroczyńska E., Lechowski A., Wielka synagoga w Tykocinie, Białystok 2004, S. 12.
  • [1.20] Wroczyńska E., Lechowski A., Wielka synagoga w Tykocinie, Białystok 2004, S. 13.
  • [1.21] Turek M., Życie i zagłada Żydów podczas niemieckiej okupacji, Kirkuty.pl [online] http://cmentarze-zydowskie.pl/tykocinzeznania.htm [Zugriff: 10.06.2014].
  • [1.22] Wroczyńska E., Lechowski A., Wielka synagoga w Tykocinie, Białystok 2004, S. 13.].
  • [1.1.20] Wroczyńska E., Lechowski A., Wielka synagoga w Tykocinie, Białystok 2004, S. 13.
  • [1.23] Weiss A., Tykocin. Holocaust Period and After [in:] Encyclopaedia Judaica, Red. F. Skolnik, M. Berenbaum, Vol. 20, Detroit – New York – San Francisco – New Haven – Waterville – London 2007, S. 211.
  • [1.24] Wroczyńska E., Lechowski A., Wielka synagoga w Tykocinie, Białystok 2004, s. 13.
  • [1.25] Węgrzynek H., Tykocin, [in:] Cała A., Węgrzynek H., Zalewska G., Historia i kultura Żydów polskich. Słownik, Warszawa 2000, S. 358.
  • [1.26] Turek M., Życie i zagłada Żydów podczas niemieckiej okupacji, Kirkuty.pl [online] http://cmentarze-zydowskie.pl/tykocinzeznania.htm [Zugriff: 10.06.2014].
  • [1.27] Wroczyńska E., Lechowski A., Wielka synagoga w Tykocinie, Białystok 2004, S. 14.
  • [1.28] Weiss A., Tykocin. Holocaust Period and After, [in:] Encyclopaedia Judaica, Red. F. Skolnik, M. Berenbaum, Vol. 20, Detroit – New York – San Francisco – New Haven – Waterville – London 2007, S. 211.