In der Boznicza-Straße (heute Suraska-Straße), in der Nähe der Nomer Tamid Beth Midrasz, errichtete man 1764 eine zweite Synagoge, der die Tykocinska-Synagoge zum Vorbild diente. Sie wurde Alte Synagoge genannt. Es handelte sich um ein einfaches, gemauertes Gebäude mit einem für das 17. Jahrhundert charakteristischen Giebeldach. Die Synagoge war für Männer bestimmt. Eine spezielle kleine Galerie für Frauen wurde nicht wie in anderen Synagogen gebaut. [[Quelle:|ŻIH, Dział Dokumentacji Zabytków, Zgasł płomień świecy, "Kurier Poranny" 1993, Nr. 85]] Am Ort dieses Gebäudes wurde in den Jahren 1909-1913 eine neue Synagoge erreichtet, die „die Große" genannt wurde.

In der Zwischenkriegszeit war sie die prächtigste Synagoge von Białystok. Sie wurde nach den Plänen von S. J. Raboniwicz gebaut, die neugotische und neubyzantinische Elemente verbanden. Das Gebäude hatte eine herrliche Kuppel, die einen Durchmesser von 10 Metern hatte. Sie war mit einer Spitze gekrönt und kleinere Kuppeln befanden sich in den Erkern. Die Kuppel wurde von der kleinen Synagogen umgeben. Die Große Synagoge gehörte zu den Reformtempeln. Die Frauen beteten gleichzeitig mit den Männern, aber in separaten Galerien. Während religiöser Feste und staatlichen Feiertagen spielte in der Zwischenkriegszeit das Orchester des hebräischen Gymnasiums auf. Die Synagoge war auch der prestigeträchtigste jüdische Tempel in ganz Bialystok. Der "Reflektor" sagte, dass im Zusammenhang mit jüdischen Festen 14 Angebote von Kantoren, die hier Gottesdienste halten wollten, in der Verwaltung der Synagoge eintrafen. Die Synagoge war für Verbrecher sehr interessant. Beispielsweise brachen 1934 einige Diebe hier ein, die 60 Glühbirnen stahlen. Der Preis einer Glühbirne betrug damals zwei Zloty, was einem Arbeitertageslohn gleichkam. [[Quelle:|Wiśniewski, T.: Kartki z Atlantydy - Ojciec i syn, "Fołk Sztyme" 1989, Nr. 25]]

Am 27. Mai 1941 wurde die Synagoge zusammen mit 1000-2000 Personen, die sich in ihrem Inneren befanden von den Nazis abgebrannt.

Heutzutage steht hier ein kuppelförmiges Denkmal zum Andenken an die Synagoge. Die Autoren des Denkmals waren Michał Filiker (Konzeption und Autorenaufsicht) Maria Dżugała-Sobocińska, Dariusz Sobociński, Stanisław Ostaszewski (Projekt und Realisierung)

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